Slow Fashion macht Schule
01.12.2020 | Pressespiegel | Projekte
Susanne Barta gibt Einblick in das nachhaltige Schülerprojekt auf franzmagazine

December 23, 2020
Slow Fashion macht Schule
Susanna Barta
Dass das Sprichwort „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“ nicht ganz zutrifft, wissen wir, denn lernen und dazulernen kann man ein Leben lang. Dass man aber früh beginnen sollte, wissen wir auch. Es sind die jungen Menschen, die die Welt und ihre Zukunft darin gestalten. Gefordert sind hier Familie und Schule gleichermaßen. Ein inspirierendes Schul-Beispiel habe ich vor kurzem kennengelernt: Die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Tisens nimmt sich dem Thema Nachhaltigkeit seit vielen Jahren an. Ob bei Ernährung, Lebensmitteln, Verwendung von Plastik oder jetzt bei Textilien.
Es hat bereits Tradition, dass Schüler*innen der Fachschule am Wettbewerb für politische Bildung, der von der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn ausgelobt wird, teilnehmen. Diesmal geht es um Slow Fashion. Die Schüler*innen der zweiten Klasse thematisieren dabei ihren Umgang mit Kleidung und das aus unterschiedlichen Perspektiven: wirtschaftlich, ökologisch und sozial. In Psychologie ging es zum Beispiel um Konsumverhalten und wie es gesteuert wird, in Biologie um Wasserverbrauch und Umweltverschmutzung, in den Fächern Textilverarbeitung und Wäscheversorgung um praktische Fertigkeiten wie nähen, sticken und stricken und die Pflege der Kleidungsstücke. Darüber hinaus gab es Workshops über faire Produktion und Upcycling, Gespräche mit Fachleuten und Kleidertausch-Gelegenheiten. Aus alten Blusen sind zum Beispiel Kissen entstanden, aus alten Jeans Handytaschen, aus Pullovern Arm- und Beinwärmer. Und auch sonst wurde viel experimentiert.
