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Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Tisens

Erasmus+-Erfahrungen einer Lehrperson

26.05.2026 | News

Andrea Johanna Urban besucht ein Seminar in Deutschland.

Erasmus-Mobilität Andrea J. Urban. Foto: Andrea Johanna Urban

Erfahrungsbericht zur Mobilität Erasmus+ EraBB3

Ich bin Lehrperson an der Fachschule Tisens und habe im April 2026 meine erste Mobilitätserfahrung des Erasmus+-Projektes (EraBB3) gemacht und an einem Seminar in Deutschland im Bereich Persönlichkeitsbildung teilgenommen. Das Seminar "Kreis der Frauen- Kommunikation und Interaktion" hat in der Nähe von Frankfurt stattgefunden und dauerte 5 Tage.

Zur Organisation der Mobilität: Ich habe im Herbst 2025 an zwei Webinaren der EU-Servicestelle der Provinz Bozen teilgenommen, bei denen ich alle wichtigen Infos bekommen habe. Nach der schriftlichen Bewerbung für das Seminar freute ich mich über die Genehmigung meiner Mobilität von Seiten meiner Vorgesetzten (Direktor Martin Unterer  und Schulleiterin Christine Holzner) und über die Unterstützung der drei Arbeitskolleg:innen, die an 2 Tagen meinen Unterricht übernommen haben.

Die Planung der Reise war nicht ganz einfach, da der Seminarort ein kleines Dorf war und ich mich entschied per Flugzeug und Zug zu reisen. Leider hatte sich für eine mögliche Mitfahrgelegenheit von Seiten der Seminarorganisation niemand gemeldet. Rückblickend hat alles gut geklappt, es war schön wieder einmal in ein anderes EU-Land zu reisen, den Flughafen und Hauptbahnhof Frankfurt zu erleben, Menschen anderer Länder und Kulturen zu sehen.

Ich habe beim Seminar Hintergrundwissen aus der Psychologie zum Thema Mutter-Kind-Beziehung, Heilung des inneren Kindes, Körperenergie, Sinnlichkeit und Sexualität erworben.

Gemeinsam mit weiteren 28 Frauen aller Altersstufen und aus 5 verschiedenen Ländern kommend (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Ukraine) habe ich folgende Übungen durchgeführt: Entspannungs- und Atemübungen, Meditationen, Tanzen, Körperwahrnehmungsübungen, Reflexionen, Austausch, Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten, Einzelübungen. Ich habe gelernt, meine Atmung bewusst zu beobachten und durch Atemübungen besser in meinen Körper zu kommen. Ich habe die Fähigkeit zur tiefen Atmung verbessert und dadurch Ruhe und Entspannung in mir wahrgenommen. Das Seminar war sehr wertvoll, spannend, aber auch intensiv, da wir 3 Abendeinheiten hatten.

Das erworbene Wissen und die Erfahrungen im Bereich Körperarbeit kann ich gut in meiner Fachschule im Unterricht  (Biologie) sowie in Arbeitsgruppen, Workshops einfließen lassen. Ich werde einige Übungen mit den Schüler:innen ausprobieren und versuchen, sie für diese Themen zu sensibilisieren.

Als Sexualpädagogin kann ich den Schwerpunkt Sexuelle Bildung in der 3. Klasse mit neuem Wissen und Körperübungen erweitern.

Die überaus positiven Aspekte meiner Mobilitätserfahrung: ich habe neue Menschen kennen gelernt, viel Offenheit, Achtsamkeit und Freude erlebt. Die Referentin war sehr kompetent, hat eine sehr angenehme Art zu sprechen und eine positive Ausstrahlung. Im Seminarhaus habe ich mich sehr wohlgefühlt, es lag im Grünen in ruhiger Lage. Das Essen war sehr gut (vorwiegend vegetarische und vegane Gerichte) und die Mitarbeiter:innen sehr freundlich.

Nach der Mobilität habe ich einen Fragebogen der EU ausgefüllt, eine weitere Evaluation erfolgt im Herbst 2026.

Von Seiten der EU-Stelle in Bozen (Ansprechperson: Herr Paride Paternoster) bin ich sehr gut informiert und unterstützt worden. Ich bin dankbar über diese Möglichkeit, im Ausland eine Erasmus+ Mobilität zu absolvieren, die von der EU gefördert wird.

Andrea Johanna Urban

Meran, 27.05.2026